2021

 

Die Fussinger Chöre und Musiker trauern um ihren ehemaligen Dirigenten und Förderer Richard Krekel.


Der in Hintermeilingen geborene Kirchenmusiker und Dirigent verstarb am Ostermontag viel zu früh im Alter von 61 Jahren.

Der hochbegabte Richard Krekel übernahm mit 20 Jahren 1981 die Leitung des MGV Liederkranz Fussingen. Sein mitreißendes und geselliges Wesen begeisterte in kurzer Zeit viele Jugendliche zum Chorgesang und er gründete in Fussingen einen „Jungen Chor“ mit Band, der zuerst hauptsächlich Jugendgottesdienste musikalisch gestaltete und in späteren Jahren den Chorgesang im Ort bereicherte.

In kurzer Zeit übernahm er weitere Chöre, insbesondere aus dem Oberlahnkreis, in dem er auch als Kreischormeister fungierte. Unter dem Namen „Krekel-Chöre“ fanden nicht nur Konzertabende statt, sondern er initiierte schon damals als musikalischer Leiter, die heute modernen Chorprojekte. Diese reichten von der Aufführung einer Passion bis zu Fahrten zu großen Wettstreiten im In- und Ausland. Die Sängerfamilie hielt zusammen, unterstützte sich und bei allem musikalischen Anspruch kam die Geselligkeit nie zu kurz.

Richard war ein hervorragender Organist und Musiker, so begleitete er nicht nur auf dem Klavier, sondern spielte in der Original Waldbrunner Blaskapelle auch Klarinette und Saxofon.

Sein letztes Projekt in der Heimat war 1989 die Gründung des Frauenchores in Fussingen. Die Idee entstand anlässlich einer Chorreise der Krekel-Chöre nach Prag. Die mitgereisten Damen hatten dort einen Gastauftritt. Auf der Heimfahrt entstand die Idee und zu Hause fand dann ein großes „Casting“ statt, er steuerte die Satzung bei und der Frauenchor war geboren.

Im Herbst desselben Jahres zog es ihn aus der Heimat in das bayrische Ruhpolding. Dem Angebot auf eine Stelle als Organist, Kantor und Lehrer konnte er nicht widerstehen und er ergriff diese einmalige Chance. Doch vorher „versorgte“ er seine Chöre mit hervorragenden Dirigent*innen. So hinterließ sein Wirken in der Heimat tiefe musikalische Spuren und Freundschaften, denen die Entfernung nichts anhaben konnte und der Kontakt riss nie ab. Daher hat er auch gerne die Schirmherrschaft zum 90. des MGV Fussingen übernommen, ein Höhepunkt in der Vereinsgeschichte mit der Band „Jamei“ aus Ruhpolding am Samstag und einem Wettstreit mit über 1000 Sängern am Sonntag.

Seine engsten Freunde besuchten ihn mindestens einmal im Jahr und dieser schöne Ort in den Bergen war des Öfteren Ziel für Chorreisen. Als Gastgeschenk wurde immer eine Fleischwurst mitgebracht, von seiner Lieblingsspeise wurden in dieser Zeit unzählige über die Weißwurstgrenze „geschmuggelt“. Wenn er beim Orgelspiel zur Kommunion eine Improvisation des Kirmesliedes „Mier senn alles Fussinger Bouwe“ spielte, wussten die Ruhpoldinger, es sind Fussinger da und in der Fussinger Kirche wusste jeder, Richard ist da.

Nun ist er endgültig gegangen. Doch nur von dieser Erde, nicht aus der Erinnerung und den Herzen seiner Sängerinnen und Sänger.

 


 

2020

leider ruht das Singen aufgrund der Pandemie 

 


 
2019

 am 23.01.2019 stellte sich unsere neue Dirigentin, Ute Schäfer, vor. Mit ihr konnten wir eine erfahrene Gesangspädagogin für uns gewinnen.

 


 

2018

Im 29. Jahr seit der Gründung des Frauenchores kommt es zu einer tiefgreifenden Änderung. Simon Schmitt, unser Dirigent mit dem wir so erfolgreich zusammenarbeiteten, verlässt uns aus gesundheitlichen Gründen.

 

Konstantin Funk übernimmt die Probenarbeit.

Wir verlassen daher unseren Donnerstagstermin und singen mittwochs um 18:30 Uhr im Pfarrheim vor der Probe des MGV.

Wir arbeiten fleißig und werden ein erstes Ergebnis im Juni beim Gruppensingen präsentieren. 

Wir können natürlich Verstärkung gut gebrauchen. Wenn Du Dich einer funktionierenden, gut besetzten Gruppe anschließen willst -

schnuppere doch mal rein.

 


 
2017

Der Duft von Waffeln und Glühwein liegt in der Luft. 

Im weihnachtlich geschmückten Saal erklingen Lieder nicht nur zum Zuhören, sondern auch zum Mitsingen.

Nenn uns Dein liebstes Weihnachtslied - egal ob traditionell oder modern. Wir werden die am häufigsten gewünschten Titel vorbereiten und in einem "Mitsing-Konzert" mit allen gemeinsam von der Bühne in den Saal bringen.

Sei dabei. 

 


 

2016

Der Frauenchor plant in diesem Jahr einige Auftritte. Dazu gehören das Brunchkonzert am 05.06. in Oberweyer, eine Maiandacht, ein Probewochenende im September in Winnau und die Mitgestaltung des Kirchenkonzerte im November.

 

 


Unser Highlight 2015

Am dritten Adventsonntag, dem 13.12.2015, luden wir zu einem ganz besonderen Weihnachtskonzert ins Dorfgemeinschaftshaus ein.

Walter Born und Friends sangen und spielten unter dem Motto

"Weihnachtsmannfreie Zone"

klassische und internationale Weihnachtslieder in modernem Gewand.

Ein Genuss für alle, die von Radiogedudel und Kaufhausmusik genug haben!

 


 

Der Frauenchor Fussingen

feierte 2014 sein 25-jähriges Vereinsjubiläum

 

Westerwaldsongs im groovy Gewand

Beim „Gruppensingen“ treffen sich die Chöre, um tatsächlich einmal miteinander, statt nacheinander zu singen – so wie am Samstag in Fussingen.
 
 
Waldbrunn-Fussingen. 

Ein Gewusel herrschte im Dorfgemeinschaftshaus, in dem sich rund 90 Sänger und Sängerinnen zum Gruppensingen versammelt haben. Gabi Scholl, erste Vorsitzende des Frauenchors Fussingen erzählt, dass dies zum ersten Mal in der Art stattfindet. In den letzten Jahren haben die Chöre zu einem Konzert verschiedene Beiträge geliefert, aber ein richtiges Miteinander habe es nicht gegeben. Dieses Jahr arbeiten die einzelnen Sänger in verschiedenen Workshops mit den anderen Sängern zusammen. „Wir wollten einen neuen Weg des Gruppensingens gehen“, so Scholl.

In zweistündigen Workshops mit verschiedenen Dirigenten werden Stücke erarbeitet. Die Sänger konnten sich vorher für Workshops anmelden.

Tristan Meister studierte mit dem Männerchor Schätze der Romantik ein. Simon Schmidt hatte einen Workshop „Freche Frauen“ für Sängerinnen und einen zweiten Workshop „Frisch gesungen – alte Lieder im neuen Glanz“ mit dem gemischten Chor. Etwas völlig Neues wagte Walter Born in Zusammenarbeit mit Konstantin Funk. Walter L. Born setzte bekannte Westerwaldlieder in ein neues Gewand. Im ersten Teil probte Born mit den Frauen und Funk mit den Männern. Im zweiten Teil des Workshops probten beide Einzelgruppen im Gesamtarrangement. Die Idee stammte ursprünglich von Gabi Scholl. Walter L. Born erzählte: „Sie bat um was völlig Neues, was es so noch niemals gab.“ Und so gab es erstmal keine Texte zu hören, sondern imitierte Rasseln à la „baumziki,baumziki,wapsa“ und Trommeln „rampapapampam“.Nach und nach flossen westerwäldische Melodien mit ein. Die Gruppe hatte Spaß, aber sie war auch mit voller Konzentration dabei, sich diese neue Komposition zu erarbeiten. Walter L. Born ermutigte die Sängerinnen stetig, aus sich rauszugehen und mutig zu sein. „Bringt es rüber, dass es euch Spaß macht“, so Born. „Das wird so richtig groovig.“ Und außerdem würde das Ganze noch besser werden, wenn später die Männer dazukämen. Die Ergebnisse der Workshops konnten die Gäste abends beim Konzert hören, an dem weitere Chöre mitwirkten. lh